Bemusterung

Anreisetag war ein Tag vor dem eigentlichen Bemusterungs-Termin. Und das war auch gut so, denn schließlich hatten wir gut 500 km Fahrtstrecke bis dahin zu bewältigen.

Untergebracht waren wir im Hotel am Stadtring in Nordhorn. Dieses liegt ungefähr 7 Minuten Fahrzeit vom Ausstattungszentrum entfernt.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf dem Weg, schließlich sollten wir mit der Bemusterung um 9.00 Uhr starten.

Das Bemusterungszentrum von ProHaus liegt direkt hinter dem von Gussek. Da wir schon auf einigen Baublogs zu Besuch waren, hatten, waren wir auch nicht über die „Hinterhof“-Lage des Bemusterungszentrums überrascht. Aber wir mussten unseren Vorgängern recht geben. Das Zentrum von ProHaus liegt wirklich abseits dem von Gusseks und man hat schon ein wenig das Gefühl, Kunde 2. Klasse zu sein.

Aber dieser erste Eindruck sollte sich nicht bestätigen. Wie sagt man so schön: „Auf die inneren Werte kommt es an!!“

Los ging es mit einer kurzen Begrüßung eines netten Herren, an dessen Name ich mich leider nicht mehr erinnern kann. Er bat uns noch 2 Minuten zu warten, bis dahin hätte er alles für die Besprechung vorbereitet.

Dann lud er uns in sein Büro ein. Wir nahmen Platz und wunderten uns schon über den breit ausgelegten Bauplan, welches uns so gar nicht an unser Haus erinnerte. Voller Tatendrang, fragte uns der Berater,ob wir unser Haus hier wiedererkennen würden. Ich meinte dann nur trocken“ Nö, ich erkenne hier gar nichts!. Verdutzt fragte uns der Berater, wieso nicht und ich antwortete „ Weil DAS nicht unser Haus auf dem Plan ist !“.

Tatsächlich war es nicht unser Haus, der Berater hatte sich im Kunden geirrt. Mit ihm hatten wir an diesem Tag nicht das Vergnügen da für uns heute Fr. Hankamp zuständig war.

Das fing ja schon mal lustig an!!

Es dauerte nicht lange und wir wurden von Frau Hankamp freundlich begrüßt und es konnte losgehen.

Zu Beginn haben wir erstmal den Grundrissplan besprochen. Es wurden Details geklärt, wie zum Beispiel die Öffnungsrichtung der einzelnen Fenster und Türen etc.

Und da fing es für uns erstmal nicht gut an. Ganz zu Anfang des Gespräches teilte uns Frau Hankamp mit, dass ein kleines Fenster im 1 Stock nur zum kippen wäre und eine Montage des Rollladen leider nicht möglich ist. Dann widmete sie sich Ihrem Computer und zeigte uns ein Bild, auf dem ein bodentiefes Fenster (die Gläser sind bei unserem Haus 2 teilig) mit FENSTERBRETT zwischen den beiden Glasteilen zu sehen war.

Fr. Hankamp meinte, dies wäre eine neue Vorschrift, wg. der Brüstungshöhe, da diese bei unserem Fenster nicht hoch genug wären, müssten wir die Fensterbänke mit einbauen.

Ich war eigentlich noch geschockt gewesen mit dem kleinen Fenster und dann kam schon der nächste Hammer mit dem Fensterbrett! Mein Mann meinte prompt, dass Fenster mit Brett überhaupt nicht in Frage kommen, dies würde die Optik der Fenster ruinieren. Wir hatten uns gerade wegen diesen tollen hellen Fenstern für dieses Haus entschieden. Ich bemängelte auch das Kippfenster, da ich an Höhenangst leide und mir nicht vorstellen kann, dieses Fenster von außen mit Leiter zu putzen.

Fr. Hankamp wollte aber nochmal telefonisch abklären, ob es eine andere Möglichkeit gibt.

Also haben wir das Thema erstmal stehen lassen.

Dann ging es mit der Besichtigung der einzelnen Bauelemente wie Dachziegel, Fenster, Innentüren, Eingangstüren etc. weiter. Fr. Hankamp machte Ihren Job richtig gut, sie redete nicht ohne Punkt und Strich und ließ uns auch genügend Freiraum und Zeit die Dinge auf uns wirken zu lassen.

Wenn es nötig war , ließ sie uns auch einen kurzen Augenblick alleine, damit wir uns besser entscheiden konnten.

Gut, dass mein Mann und ich uns einig waren. Er lies mich zu erst entscheiden und wenn er zufrieden war, nickte er nur kurz uns schon konnten wir uns der nächsten Sache widmen.

Die einzigste Entscheidung, die ein wenig schwieriger war, war die Eingangstür. Ich wollte sie eigentlich ganz schlicht halten .Wir haben uns dann nach reiflicher Überlegung für eine rot/graue Eingangstür entschieden. Da unser Haus einen weiß grauen Putz bekommen wird, würde das Rot als Farbakzent bestimmt gut aussehen.

Den Bodenbelag haben wir komplett raus genommen, da wir bereits im Baumarkt unsere Traum-Fliesen gefunden haben. Auch die Sanitär-Ausstattung haben wir raus nehmen lassen, da uns das Standard-Angebot nicht 100% zugesagt hatte.

Mit einer 1stündigen Mittagspause waren wir dann um 15.00 Uhr mit der Bemusterung fertig.

Wir waren recht fix, denn es gibt an so einem Tag 1000 Sachen zu entscheiden, da kann einem schon mal ganz schnell der Kopf rauchen. Geholfen hat uns, dass wir uns vorher schon viele Gedanken über die Ausstattung (Farbe, Material etc.) unseres Hauses gemacht haben. Entweder es war im Standard mit dabei, oder wir haben es raus genommen. Dies hielt sich aber in Grenzen, es war bei uns nur der Bodenbelag und die Sanitär-Ausstattung. Dies lag aber nicht an der mangelhaften Qualität sondern einfach an unserem Geschmack.

Wir waren über die Auswahl im Bemusterungszentrum sehr positiv überrascht. Die angebotene Ausstattung im Standard ist von der Qualität recht hoch, so dass jeder die Möglichkeit hat ohne größeren Aufpreis sein Häuschen modern und schick auszustatten.

PS: Das „Fensterbrett-Thema“ hatte sich dann ein paar Tagen später nach div. Telefonaten geklärt. Wir haben einfach die Fenster in der Brüstungshöhe angepasst und das kleine Fenster wird nun kleiner und ganz zu öffnen sein.