Vorbereitungen…

Der Start für den Bau der Bodenplatte ist der 28.03.2011.

Bis dahin müssen wir unser Grundstück fertig aufgeräumt haben. Wie hatten ja schon letztes Jahr damit angefangen und nun mußten wir richtig Gas geben, da für den kommenden Montag die Bauarbeiter von der Bodenplatte bei uns auf dem Grundstück mit der Arbeit beginnen wollen.

Die letzten 2 Wochen waren wir mit dem Abriss unserer Garage beschäftigt. Mein Mann meinte, dass es keine Garage war sonden ein richiges Bauwerk! Im Nachhinnein war es auch so! Viele würden es auch als ” gute deutsche Wertarbeit” betiteln.

Schon beim Gebälk haben wir gemerkt, dass wir hier noch viel Spaß haben werden. Als dieses mühsam entfernt wurde, waren die 2 Außenwände fällig. Die gingen ganz gut mit Hilfe eines großen schweren Hammers abzureißen. Gespannt waren wir nun auf die Bodenplatte, da wir nur vermuten konnten, wie es unten drunter aussah.

Mein Mann hat eine ganze Woche benötigt, die Bodenplatte mit Hilfe eines Presslufthammers zu”sprengen”. Erwin (unser hilfsbereiter Nachbar) und ich waren als Aufräumkommando tätig. Wir haben sage und schreibe 2 Conainer für die Bodenplatte und die Pflastersteine voll gemacht. Eimer für Eimer wurde der Container mit dem Schutt befüllt. Zwischendurch dacht ich, dass die Entsorung der Steine nie ein Ende nehmen wird. Ohne unseren Nachbar Erwin, hätten wir nie und nimmer diesen Abriss bewältigen können. Vielen lieben Dank nochmal dafür!

Fazit: Wir haben insgesamt 4 Container für den Abriss unseres Bauwerkes benötigt. Einer für die Dachziegel, und für den Rest als Bauschutt.

Hinzu kamen noch 1 Hänger Entsorgung von alten Fermacell- Platten, 1 Hänger Entsorung von Teer-Material und die Entsorung von 2 alten Asbest-Platten

Das Holz vom Gebälk wurde von einem netten Nachbarn, der einen Ofen besitzt kostenlos entorgt. Zwischendurch waren auch noch die Männer vom Schrott da und befreiten uns vom Schwermetal.

Wir sind froh, diesen Bauabschnitt ohne Pannen und Verletzungen hinter uns bringen konnten und freuen uns dass nun die Arbeiten für die Bodenplatte am Montag beginnen können.

Anreisetag war ein Tag vor dem eigentlichen Bemusterungs-Termin. Und das war auch gut so, denn schließlich hatten wir gut 500 km Fahrtstrecke bis dahin zu bewältigen.

Untergebracht waren wir im Hotel am Stadtring in Nordhorn. Dieses liegt ungefähr 7 Minuten Fahrzeit vom Ausstattungszentrum entfernt.

Nach dem Frühstück machten wir uns auf dem Weg, schließlich sollten wir mit der Bemusterung um 9.00 Uhr starten.

Das Bemusterungszentrum von ProHaus liegt direkt hinter dem von Gussek. Da wir schon auf einigen Baublogs zu Besuch waren, hatten, waren wir auch nicht über die „Hinterhof“-Lage des Bemusterungszentrums überrascht. Aber wir mussten unseren Vorgängern recht geben. Das Zentrum von ProHaus liegt wirklich abseits dem von Gusseks und man hat schon ein wenig das Gefühl, Kunde 2. Klasse zu sein.

Aber dieser erste Eindruck sollte sich nicht bestätigen. Wie sagt man so schön: „Auf die inneren Werte kommt es an!!“

Los ging es mit einer kurzen Begrüßung eines netten Herren, an dessen Name ich mich leider nicht mehr erinnern kann. Er bat uns noch 2 Minuten zu warten, bis dahin hätte er alles für die Besprechung vorbereitet.

Dann lud er uns in sein Büro ein. Wir nahmen Platz und wunderten uns schon über den breit ausgelegten Bauplan, welches uns so gar nicht an unser Haus erinnerte. Voller Tatendrang, fragte uns der Berater,ob wir unser Haus hier wiedererkennen würden. Ich meinte dann nur trocken“ Nö, ich erkenne hier gar nichts!. Verdutzt fragte uns der Berater, wieso nicht und ich antwortete „ Weil DAS nicht unser Haus auf dem Plan ist !“.

Tatsächlich war es nicht unser Haus, der Berater hatte sich im Kunden geirrt. Mit ihm hatten wir an diesem Tag nicht das Vergnügen da für uns heute Fr. Hankamp zuständig war.

Das fing ja schon mal lustig an!!

Es dauerte nicht lange und wir wurden von Frau Hankamp freundlich begrüßt und es konnte losgehen.

Zu Beginn haben wir erstmal den Grundrissplan besprochen. Es wurden Details geklärt, wie zum Beispiel die Öffnungsrichtung der einzelnen Fenster und Türen etc.

Und da fing es für uns erstmal nicht gut an. Ganz zu Anfang des Gespräches teilte uns Frau Hankamp mit, dass ein kleines Fenster im 1 Stock nur zum kippen wäre und eine Montage des Rollladen leider nicht möglich ist. Dann widmete sie sich Ihrem Computer und zeigte uns ein Bild, auf dem ein bodentiefes Fenster (die Gläser sind bei unserem Haus 2 teilig) mit FENSTERBRETT zwischen den beiden Glasteilen zu sehen war.

Fr. Hankamp meinte, dies wäre eine neue Vorschrift, wg. der Brüstungshöhe, da diese bei unserem Fenster nicht hoch genug wären, müssten wir die Fensterbänke mit einbauen.

Ich war eigentlich noch geschockt gewesen mit dem kleinen Fenster und dann kam schon der nächste Hammer mit dem Fensterbrett! Mein Mann meinte prompt, dass Fenster mit Brett überhaupt nicht in Frage kommen, dies würde die Optik der Fenster ruinieren. Wir hatten uns gerade wegen diesen tollen hellen Fenstern für dieses Haus entschieden. Ich bemängelte auch das Kippfenster, da ich an Höhenangst leide und mir nicht vorstellen kann, dieses Fenster von außen mit Leiter zu putzen.

Fr. Hankamp wollte aber nochmal telefonisch abklären, ob es eine andere Möglichkeit gibt.

Also haben wir das Thema erstmal stehen lassen.

Dann ging es mit der Besichtigung der einzelnen Bauelemente wie Dachziegel, Fenster, Innentüren, Eingangstüren etc. weiter. Fr. Hankamp machte Ihren Job richtig gut, sie redete nicht ohne Punkt und Strich und ließ uns auch genügend Freiraum und Zeit die Dinge auf uns wirken zu lassen.

Wenn es nötig war , ließ sie uns auch einen kurzen Augenblick alleine, damit wir uns besser entscheiden konnten.

Gut, dass mein Mann und ich uns einig waren. Er lies mich zu erst entscheiden und wenn er zufrieden war, nickte er nur kurz uns schon konnten wir uns der nächsten Sache widmen.

Die einzigste Entscheidung, die ein wenig schwieriger war, war die Eingangstür. Ich wollte sie eigentlich ganz schlicht halten .Wir haben uns dann nach reiflicher Überlegung für eine rot/graue Eingangstür entschieden. Da unser Haus einen weiß grauen Putz bekommen wird, würde das Rot als Farbakzent bestimmt gut aussehen.

Den Bodenbelag haben wir komplett raus genommen, da wir bereits im Baumarkt unsere Traum-Fliesen gefunden haben. Auch die Sanitär-Ausstattung haben wir raus nehmen lassen, da uns das Standard-Angebot nicht 100% zugesagt hatte.

Mit einer 1stündigen Mittagspause waren wir dann um 15.00 Uhr mit der Bemusterung fertig.

Wir waren recht fix, denn es gibt an so einem Tag 1000 Sachen zu entscheiden, da kann einem schon mal ganz schnell der Kopf rauchen. Geholfen hat uns, dass wir uns vorher schon viele Gedanken über die Ausstattung (Farbe, Material etc.) unseres Hauses gemacht haben. Entweder es war im Standard mit dabei, oder wir haben es raus genommen. Dies hielt sich aber in Grenzen, es war bei uns nur der Bodenbelag und die Sanitär-Ausstattung. Dies lag aber nicht an der mangelhaften Qualität sondern einfach an unserem Geschmack.

Wir waren über die Auswahl im Bemusterungszentrum sehr positiv überrascht. Die angebotene Ausstattung im Standard ist von der Qualität recht hoch, so dass jeder die Möglichkeit hat ohne größeren Aufpreis sein Häuschen modern und schick auszustatten.

PS: Das „Fensterbrett-Thema“ hatte sich dann ein paar Tagen später nach div. Telefonaten geklärt. Wir haben einfach die Fenster in der Brüstungshöhe angepasst und das kleine Fenster wird nun kleiner und ganz zu öffnen sein.

Juchu, endlich haben wir den Bauantrag in unserem Briefkasten …

Wir hatten vor ein paar Tagen den Grundriss-Plan von Prohaus erhalten. Wir haben nur die Tür und das Fenster zu unserem Gäste-WC ein wenig verändert. Sonst war alles so, wie mit dem Architekten besprochen. Diesen haben wir dann unterschrieben und an ProHaus zurück geschickt.  Erst dann werden die Unterlagen komplett zugesand.

Zwei Tage später haben wir dann schon den kompletten Bauantrag zur Einreichung beim Amt bekommen. 

Zwischenzeitlich waren wir beim Küchenbauer und haben uns eine Küche zusammentstellen lassen. Puh…das war eine 3 Stunden-Marthon-Besprechung. Gar nicht so einfach, die richtige Küche mit den richtigen Geräten rauszusuchen.  Es gibt ja soooo viel Auswahl. Und je mehr ich habe, desto schwerer fällt mir die Entscheidung.  Bin mal gespannt, wie das noch bei der kommenden Bemusterung wird.

Heute haben wir mit der Post unsere Auswertung zum Bodengutachten der Firma Clayton erhalten.  Dieses haben wir dann umgehend nach Nordholm weitergeleitet.  Nun warten wir sehnsüchtigst auf den Bauantrag von Prohaus, dieser müßte im Laufe der Woche bei uns eintreffen. Auf unserem Gelände hat sich auch was getan, das Dach unserer Garage ist nun endgültig abgedeckt und der Zaun unseres Grundstückes ist nun weg. Nun kann jeder hier in unserem Ort unseren verwüsteten Garten betrachten. Manch Radfahrer, der hier vorbei fährt droht vom Sitz zu fallen, vor lauter staunereri . Denn so einsehbar war unser Grundstück schon lange nicht mehr.

Leider konnte ich in den letzten 2 Wochen kaum was machen, da ich ausser Gefecht gesetzt war. Mich hatte der Hexenschuss voll erwischt.  Jetzt geht es mir wieder besser und ich hoffe, dass das Wetter noch hält und ich endlich  im Garten aufräumen kann.

09.11.2010

Heute war Tag der Bohrung! Beauftragt mit dem Bodengutachten war die Firma Clayton Umwelt-Consult-GmbH.

Wir hatten mal wieder Glück mit dem Wetter, es regnete den ganzen morgen und als der Bodengutachter kam, hörte es auf zu regnen, sodass er seine Arbeiten bei trockenem Wetter durchführen konnte.

Es wurden 2 Löcher auf unserem Grundstück gebohrt. Die Tiefe der Bohrungen war jeweils 4,00  Meter, da wir ohne Keller bauen. Mit Keller wären es ca. 6,00 Meter gewesen. Lt. Auskunft des netten Mitarbeiter, der bei uns die Bohrung durchgeführt hat, ist der Baugrund unproblematisch und somit sind keine Schwierigkeiten beim Hausbau zu erwarten *freu*

Mittlerweile sieht unser Gelände wie ein militärischer Übungsplatz der Bundeswehr aus.  Letzte Woche wurden die roten Pflastersteine quer durch unsern schönen Rasen entfernt, die 1.Hälfte unserer Dachziegel von der Garage sind auch schon runter.

02.11.2010

Heute war wieder ein erfolgreicher Tag! Wir haben nun die endgültige Zusage der Bank, dass wir unser Haus finanziert bekommen. Wir hatten zwar bereits für den 1. Bau eine Bestätigung, allerdings noch keine offizielle für das Haus von ProHaus. Aber nun ist alles unter Dach und Fach.

Unsere Forderungen an den Insolvenzverwalter ist heute auch raus gegangen. Die Frist zur Abgabe läuft am 14.11.2010 ab. Also ist noch genug Zeit und wir kommen nicht in Verzug. Fraglich ist, ob wir überhaupt jemals wieder was von unserem Geld wiedersehen werden.

Unser großer roter Container wurde heute abgeholt. Darin haben wir alle möglichen Dinge aus dem Keller und Garage entsorgt. Kurze Zeit später war dann auch der neue Container, diesmal ein kleiner für den Bauschutt, angeliefert worden . Dort kommen dann erstmal die Dachziegel und die roten Pflastersteine rein. Unser Grundstück sieht aus wie ein Schlachtfeld, da wir die Materialien erstmal auf dem Rasen vor sortiert haben.

Das Grünzeug (Efeu) entlang unseres Grundstückes wurde von mir entfernt. Darauf wollen wir die Pflastersteine lagern, die noch Platz  machen müssen für die Bodenplatte, da wir nicht wissen, ob wir diese noch brauchen werden.

Nun müssen wir im Laufe der Woche alles zum Betriebshof fahren. Gut dass wir uns diese Jahr einen Anhänger gekauft haben. Das spart jede menge Zeit.

29.10.10

Am Freitag haben wir unsere Kirschlorbeer-Sträucher nun endlich versetzt. Diese waren vor ca. 2 Jahren mitten auf dem Grundstück mühsam von uns eingepflanzt worden. Damals dachten wir im Traum nicht dran, dass wir an der Stelle mal ein Haus bauen wollen. Sonst hätten wir uns die Mühe gar nicht erst gemacht. Gott sei Dank hatten wir mit dem Umsetzen bereits im Sommer 2010 angefangen, so dass wir an diesem Tag nur noch 4 Sträucher zu versetzen hatten.  Morgen ist Tabula rasa in der Garage und dem ehemaligen Hundezwinger angesagt.

30.10.2010

Endlich können wir den Container abholen lassen! Der ist bis oben voll und stand schon eine ganze weile bei uns im Hof. Wir haben unsere Entrümpelung so weit erledigt. Jetzt muss nur noch der Eisen-Schrott weggefahren werden. Das nächste Ziel wird erstmal der Abriss des Hundezwingers sein. Ach, ich beneide die Bauherren, die ein freies unbebautes Grundstück ihr eigen nennen dürfen.

 Freitag 22.10.2010

Angesetzt war der Termin für 9.00 Uhr in der Früh. Herr Bender von ProHaus wollte an diesem Termin auch anwesend sein, damit  er unterstützend als Hausverkäufer beraten  kann, was an Planänderungen machbar ist.

Herr Bender meinte, dass die Besprechung mit dem Architekten ca. 3-4 Stunden in Anspruch nehmen wird. Ich konnte mir kaum vorstellen, dass dieser Termin so lange dauern sollte, zumal wir an unserem Haus nur minimalste Veränderungen vornehmen lassen wollten.

Um 8.30 Uhr brachte ich meine Tochter in den Kindergarten und fuhr mit dem Auto schnell nach Hause, da ich zu diesem Termin pünktlich erscheinen wollte. Kurz vor unserem Haus, es war so gegen 8.45 Uhr, war auch schon ein Mann mit Kamera bestückt zu Gange und machte fleißig Fotos in unserer Straße. Wie sich später raus stellte, war es unser Architekt Herr B.Göker, der unser Grundstück begutachtete. Mit Ihm konnten wir vorab draußen schon ein paar fachliche Fragen klären. Wir waren sehr angenehm überrascht, mit welcher Geduld Herr Göker unsere Fragen fachmännisch beantwortete. Wir fühlten uns bei ihm gut aufgehoben. 

Pünktlich um 9.00 kam dann auch Herr Bender dazu und es konnte losgehen. Wir gaben dem Architekten unsere Änderungen bezüglich des Grundrisses durch, welche direkt auf dem Plan übertragen wurde. Für uns war es ein wenig verwirrend, da wir unsere Planung spiegelverkehrt ändern mussten. Zu unserer Erleichterung wurden die Änderungen über dem  ursprünglichen Plan auf Architektenpapier gezeichnet, sodass wir uns die Räume besser vorstellen konnten. Nach 3 Stunden waren wir dann soweit mit allem durch. Nur die Wunschfarbe unseres Hauses sorgte für Verwunderung seitens des Architekten und Herrn Bender. Ich hatte ganz spontan gemeint, dass unser Haus braun/weiß werden sollte.

Dies stieß nicht auf allgemeine Begeisterung! Die Männer, inclusive meines Göttergatten,  waren geschlossen der Meinung, dass Haus würde in weiß/dunkelgrau viel besser aussehen. So steht es auch als Musterhaus in Mannheim. Allerdings ist mir das dunkelgrau ein wenig zu düster. Was die Farbe anbetrifft, wird es bestimmt noch Diskussionen geben. Aber bis zur Bemusterung haben wir ja noch ein wenig Zeit.

Wir waren an diesem Tag hoch zufrieden mit der Besprechung des Architekten. Jetzt müssen wir noch ca.  4 Wochen warten, bis ProHaus den Entwurf des Architekten gezeichnet und die Unterlagen fertig gestellt hat. Bis dahin heißt es geduldig sein.

Garage mit anliegendem Hundezwinger

Bild: Garage mit angebautem Hundezwinger

Wir haben das Glück auf unserem Grundstück, auf dem bereits schon ein Haus steht, nämlich das in dem wir gerade wohnen, unser ProHaus errichten zu können. Der Garten,  auf dem das neue Haus errichtet wird,  ist groß genug und endlich werden wir in naher Zukunft nicht mehr allzu viel Gartenarbeit leisten müssen. Wir haben praktisch null Anfahrtszeit zu unsere Baustelle, was uns erheblich Zeit spart, welche wir in den Ausbau investieren können.

Aber bevor überhaupt ein Haus auf diesem Grundstück errichtet werden kann, müssen wir unser Chaos noch beseitigen:

- Kirschlorbeer  umsetzen

- Garage teilweise abreißen

- Pflastersteine entfernen

- Zaun entfernen usw.usw…

Dies sind erstmal die wichtigsten Dinge, die wir die nächste Zeit zu erledigen haben.